Les maires de Donaueschingen, pendant les cinquante années (1964-2014) de présence du 110° régiment d' infanterie dans la ville.


Robert SCHREMPP, maire de Donaueschingen et Joseph WOLFF, maire de Saverne (photo de droite)

il y a cinquante ans, lors du jumelage des deux villes.                                                                                                   top

Vor 50 Jahren besiegelten Savernes Maire Joseph Wolff und Donaueschingens Bürgermeister Robert Schrempp die Partnerschaft. 

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Bernhard EVERKE, maire, Oberbürgermeister de Donaueschingen, de 1973 à 2004. 

" Les gens de Donaueschingen pensent que ce régiment n'est pas d' un autre Pays, c'est le Régiment de Donaueschingen, c'est notre Régiment "

Déclaration de Bernhard EVERKE sur une vidéo du SIRPA pendant le temps de commandement du colonel MOST.         top

Thorsten FREI, maire, Oberbürgermeister de Donaueschingen, de 2004 à 2013.                                                        top


Erik PAULY, maire, Oberbürgermeister de Donaueschingen depuis 2014.                                                                top


Bernhard KAISER, Bürgermeister depuis 1982.                                                                                                       top

12 novembre 2014. Bernhard KAISER élu pour un 5° mandat de maire.

"Mit 62 kann man ja wohl noch etwas bewegen"

BZ-INTERVIEW mit Bürgermeister Bernhard Kaiser, der sich am Dienstag im Gemeinderat zum fünften Mal zur Wahl stellt.

Adieu Tristesse, bonjour Aufbruchstimmung

 

Nach dem Abzug der Franzosen aus Donaueschingen herrschte zunächst Trauer. Nun stellen sich Bevölkerung und Verwaltung der neuen Herausforderung.

 

 

VON ANDREAS SCHULER

 

 

Der 31. Oktober 2013 wird eingehen in die Geschichte der Stadt Donaueschingen als historischer Wendepunkt. An jenem Tag gab die französische Regierungbekannt, dass das traditions reiche 110. Infanterieregiment im Sommer 2014 die Baar verlassen werde – somit wurde in diesem Jahr der letzte rein französische Kampfverband auf deutschem Boden aufgelöst. „Das war eine tragische Entscheidung für die Stadt“, sagt der neue Oberbürgermeister Erik Pauly. Aus seiner Sicht habe Frankreich eine falsche Entscheidung getroffen.

> Der deutsch-französische Verband habe gezeigt, wie eng beide Länder zusammen gewachsen seien. ,,Das ist nicht allein mit militärischen und finanziellen Gründen zu bewerten“, sagt Pauly. Die Brigade stehe für eines: Wie aus Feinden Freunde wurden. Französische Soldaten seien jedoch immer in Donaueschingen willkommen.

> Sein Vorgänger Thorsten Frei, mittlerweile Mitglied des Bundestages für den Schwarzwald-Baar-Kreis und das Obere Kinzigtal, erinnert sich an den Tag: „Ich war damals frisch in den Bundestag gewählt und stand bereits im ständigen Kontakt zu Verteidigungsminister Thomas de Maizière“, erzählt er, „doch über diese kurze Zeitspanne der Entscheidung war ich sehr überrascht.“

> Nicht nur das: „Das war sehr ernüchternd und sehr enttäuschend, weil dieser Standort emotional und kulturell einen sehr hohen Stellenwert in den binationalen Beziehungen hatte und immer noch hat." 

>  2011 bereits hatte die französische Regierung sein in Immendingen stationiertes Husarenregiment nach Metz verlegt.

> Als OB musste Frei sich zwangsläufig über Jahre mit diesem Szenario auseinandersetzen, „und ich bin überzeugt davon, dass wir alles versucht haben, was möglich war."

> Wir sind nach Paris gereist, nach Berlin, haben verhandelt – aber am Ende hat Frankreich aus fiskalischen Gründen den Abzug beschlossen.“

> Die Ergebnisse eines Treffens von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz 2009 in München bezeichnete er damals als Lebensversicherung für Donaueschingen: Die beiden Staatsoberhäupter beschlossen, erstmals seitdem Ende des Zweiten Weltkriegs einen deutschen Kampfverband in Frankreich zu stationieren.

> Im Dezember 2010 bezog das Jägerbataillon 291 der Bundeswehr sein Quartier im Straßburger Vorort Illkirch-Graffenstaden. Der historische Schritt galt als Ausdruck tiefer deutsch-französischer Freundschaft.

> „Danach hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass Paris, Donaueschingen zu machen würde.“

> Und doch kam es so: Betroffen sind nach Angaben der Deutsch-Französischen Brigade 827 Soldaten und 150 Zivilangestellte, zur Brigade gehört das Regiment seit 1989. Als der Abzug am Abend des 23. Juni vollzogen wurde, ging unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eine militärische Ära der Freundschaft, der Partnerschaft und des Respekts zu Ende.

> Immerhin scheint es so zu sein, dass die Bundeswehr der Stadt erhalten bleibt – auch wenn die Fürstenberg-Kaserne als Stadtkaserne nicht grade optimal ist.

> Der neue Bürgermeister ist zwar erst seit Ende März im Amt, doch gleich zu Beginn seiner Amtszeit muss er die Herkulesaufgabe Konversion stemmen.„

> "In der Stadt ist Aufbruchstimmung zu spüren“, berichtet er.

> Der Prozess soll im Einklang mit den Bürgern und transparent ablaufen: Zukunftswerkstätten, Begehungen, Anhörungen, Diskussionen– in Donaueschingen soll die Bevölkerung in Zusammenarbeit mit der Verwaltung den besten Weg finden und am Ende eine Mischung aus Leben, Wohnen, Gewerbe, Kultur und Bildung entstehen.

> DerAbzug als Herausforderung und Chance – auch wenn jedem klar ist, dass das neue Donaueschingen ohne die Franzosen nicht mehr das alte Donaueschingen sein wird.

> Thorsten Frei blickt mit Wehmut zurück: „Es war ja so, dass man in Donaueschingen nur über die Straße gehen musste und schon war man quasi in Frankreich. Bei uns wurde die deutsch-französische Freundschaft immer gelebt.“

> Die Stadt verliert mit Soldaten und ihren Familien rund 1800 französische Mitbürger. Das hat Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft in der Stadt. 15 Hektar Infrastruktur stehen plötzlich leer –Wohnungen, Kindergärten, Schulen. Immerhin sollen persönliche Beziehungen zwischen Franzosen und Deutschen den Abzug überleben:

> Jüngst wurde ein Freundeskreis der Ehemaligen der Garnison Donaueschingen gegründet. Ziel sind regelmäßige Treffen.

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